Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Verbreitungsgebiete des FMSE-Virus sind vor allem Niederbayern, Schwarzwald, Bodenseeregion sowie Tschechien und Oberösterreich. In 2019 sind in Deutschland fünf weitere Risikogebiete hinzugekommen:

  • Emsland,
  • Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge,
  • Landkreis Garmisch-Partenkirchen,  
  • Landkreis Landsberg  a.  Lech,  
  • Stadtkreis Kaufbeuren.

In Endemiegebieten liegt die Durchseuchungsrate der Zecken mit dem Virus zwischen 0,1 – 5 % (die Durchseuchung mit Borrelien liegt bei 5 – 35 %). Infektionen treten mit der Zeckenaktivität gehäuft im Frühjahr und Frühsommer sowie im Herbst auf. Das Infektionsrisiko nach einem Zeckenstich beträgt je nach Gebiet ca. 1 : 20 bis 1 : 1.000, wobei ca. 30 % der Infizierten erkranken.

Die diagnostische Methode der Wahl ist der Nachweis FSME-Virus-spezifischer IgG- und IgM-Antikörper im Serum mittels ELISA. Hierbei sind ggf. zwei Blutproben im Abstand von 14 Tagen erforderlich, um die Dynamik der Antikörper zu erfassen. Zusätzlich kann mit der Bestimmung der IgG-Ak und IgM-Ak im Liquor und  Serum der Antikörperindex zum Nachweis einer intrathekalen AK-Synthese berechnet werden. Der Nachweis der Virus-RNA mittels PCR ist im Liquor möglich.

Grafik: FSME-Inzidenz in Deutschland, eingefärbt nach Höhe der Inzidenz. ­Zugrunde liegt immer die höchste Inzidenz pro 100.000 Einwohner, die im jeweiligen Kreis in einem der im Zeitraum 2014 – 2018 enthaltenen 5-Jahres-Intervalle beobachtet wurde. (Epidemiologisches Bulletin 07 / 2019, FSME: Risikogebiete in Deutschland, ­www.rki.de)

Hinweis zur Meldepflicht

Für akute Erkrankungen an FSME besteht eine gesetzliche Meldepflicht nach § 7 IfSG.

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